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Ulmer Stadtportal und Ulmer Stadtauskunft

 

Ulmer Geschichte

 Ulm im Wandel der Jahrhunderte ...
... von der historischen Siedlung zur modernen Industrie.

 
Die älteste Besiedlung des Ulmer Raumes beginnt im Frühneolithikum, um 5000 v.Chr. Nachgewiesen sind Siedlungen dieser Zeit, beispielsweise bei Eggingen (Grabungen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg) und Lehr (Lesefunde verschiedener Sammler). Im Stadtgebiet Ulms datieren die ältesten Funde ins Endneolithikum (Bestattung der Glockenbecher-Kultur auf dem Münsterplatz). 

Im frühen Mittelalter, wohl um 850, wird Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundliche Erwähnung ist am 22. Juli 854 datiert. König Ludwig der Deutsche besiegelt eine Urkunde in "Hulma". Das Wort Hulma bedeutet wahrscheinlich in der germanischen Sprache soviel wie "sumpfige Stelle" (von hulmig - sumpfig). Unter den Staufern wird die Siedlung weiter ausgebaut, bis sie 1181 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zur Stadt erhoben wird und alsbald ihm direkt unterstellt ist: Ulm wird 1184 freie Reichsstadt. 

Seit den 1960er Jahren wird in Ulm eine Stadtarchäologie betrieben (zunächst Stadtgeschichtlich Forschungsstelle, zuletzt Landesdenkmalamt Baden-Württemberg), die zahlreiche Ausgrabungen durchgeführt hat. Dabei wurde deutlich, dass die Besiedlung im Stadtgebiet vor die ersten Erwähnungen zurückreicht (Grabfunde der Merowingerzeit am Bahnhof, im nördlichen Stadtgebiet, auf dem Münsterplatz sowie Siedlungsfunde auf dem Weinhof und im Bereich des Grünen Hofs). Zur Pfalz - von der nur die Reste der Pfalzkapelle (im Schwörhaus) und verschiedene Befestigungsgräben bekannt sind - gehörte eine Wirtschaftssiedlung, in der zahlreiche eingetiefte Handwerkerhütten nachgewiesen worden sind. Im Schutz der Pfalz entstand ein Markt, der dann offenbar Ausgangspunkt für die Stadtbildung wurde: Hier entstanden frühe Steinbauten und hier wurde schließlich das Rathaus der Stadt errichtet. 

Unter Führung Ulms wird 1376 der Schwäbische Städtebund als Bündnis von 14 schwäbischen Reichsstädte gegründet. Am 30. Juni 1377 beginnt der Bau des Münsters, nachdem die alte Kirche vor den Stadtmauern lag und die Einwohner während einer Belagerung nicht zur Kirche gehen konnten. Nach der Niederlage im Ersten Städtekrieg 1388 fällt der Schwäbische Städtebund auseinander. Ulm verliert an Einfluß auf die anderen schwäbischen Städte. 

Der große Schwörbrief von 1397, die Ulmer Verfassung, tritt in Kraft. Er regelt die Machtverteilung und die Aufgaben des Bürgermeisters. Die Zünfte haben nun 30, die Patrizier nur noch 10 Ratssitze. Gleichzeitig wird den Patriziern das aktive Wahlrecht verweigert. Der Bürgermeister muss den Einwohnern Rechenschaft ablegen. Der Schwörmontag (vorletzter Montag im Juli) ist seither der Ulmer Feiertag. 

Um 1500 ist Ulm auf der Blüte seiner Macht. Sie ist die zweitgrößte Reichsstadt nach Nürnberg: drei Städte (Geislingen, Albeck und Leipheim) sowie 55 Dörfer gehören zum Gebiet. Die Stadt ist wichtiger Umschlagplatz für Eisen, Holz und Wein. Aus dieser Zeit stammt der Reim, der die Stellung der Stadt in der damaligen Welt untermauert: 

Venediger Macht, 
Augsburger Pracht, 
Nürnberger Witz, 
Straßburger Geschütz, 
und Ulmer Geld 
regier'n die Welt. 

Mit dem Ulmer Geld im Vers ist jedoch weniger das Münzgeld, sondern wohl eher das gemeint, was den Reichtum Ulms ausmacht - das Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, welches von solcher Qualität ist, dass es, weil in ganz Europa begehrt, so gut wie Geld ist. 

Die Entdeckung Amerikas (1492) sowie des Seeweges nach Indien (1497), lassen neue Handelszentren entstehen, welche den Fall der Stadt ebnen. 1531 tritt die Stadt dem protestantischen Glauben bei. Bis 1546, zur Zeit des Schmalkaldischen Krieges, verliert Ulm 35 seiner Dörfer durch Plünderung oder Brandschatzung und muss sich zuletzt doch dem katholischen Kaiser unterwerfen. 

Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wird der Reichtum der Stadt durch weitere Kriege, Seuchen, Reparationszahlungen und Erpressungen verschiedener Besatzer derart verringert, dass die Stadt um 1770 bankrott ist und weiteren Grund veräußern muss. 1786 umfasst das Ulmische Gebiet noch folgende Verwaltungen: Obervogteiamt Geislingen, Oberämter Langenau, Albeck und Leipheim sowie die Ämter Süßen, Stötten, Böhringen, Nellingen, Weidenstetten, Lonsee, Stubbersheim, Bermaringen und Pfuhl. 

Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkt sich in Ulm aus: 1802 verliert die Stadt ihre Unabhängigkeit und kommt unter bayrische Verwaltung. Schon acht Jahre später, 1810, wird Ulm württembergisch, verliert dadurch jedoch noch mehr Land. Der Grund und Boden jenseits der Donau bleibt bayrisch - die Geburt von Neu-Ulm. Ulm wird Sitz eines württembergischen Oberamts. Ein Jahr später erhält Ulm die Bezeichnung "Unsere gute Stadt" und damit das Recht auf einen eigenen Landtagsabgeordneten. 1811 unternimmt der "Schneider von Ulm" Flugversuche. Obwohl - wie sich später herausstellt - das von ihm konstruierte Gerät durchaus hätte gleiten können, fällt er mangels Thermik in die Donau und muß daraufhin seine Experimente aufgeben. 

1819 wird Ulm Sitz des württembergischen "Donaukreises" (etwa einem Regierungsbezirk vergleichbar, bis 1924). Mit der Eröffnung der "Schwäbischen Eisenbahn" von Stuttgart über Ulm bis nach Friedrichshafen am 1. Juni 1850 erwacht das Provinznest mit 12.000 Einwohnern wieder zu neuem Leben. Mit dem Neu- und Wiederbeginn von zwei Großbaustellen, der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm herum sowie der Vollendung des Münsters, welches dann kurz vor Ende des Jahrhunderts den bis heute höchsten Kirchturm der Welt erhält, zieht wieder der Wohlstand ein. Das Ulmer Münster war von 1885 bis 1889, als es vom Eiffelturm abgelöst wurde, das höchste Gebäude der Welt. 


Ulm (etwa 1890 bis etwa 1900)1913 zählt die Stadt bereits 60.000 Einwohner, davon rund 10.000 Soldaten. Ulm ist eine Garnisons- aber auch eine Industriestadt: Magirus, Wieland und Kässbohrer tragen den Namen der Stadt in die Welt. 

Zwischen den Weltkriegen ist es ruhig um Ulm. Doch der Nationalsozialismus macht auch vor Ulm nicht halt. 1933 bis 1935 wird am Oberen Kuhberg, in einem der Festungswerke der Bundesfestung, ein KZ, vorwiegend für politische Gefangene wie Kurt Schumacher, eingerichtet. Auch die Ulmer Synagoge wird ein Opfer der Kristallnacht (9./10. November 1938), weniger durch die Brandstiftung, die kaum einen Schaden verursacht, als durch den willkürlichen Abriss danach. 

Ein Teil seiner alten Freiheit kann Ulm im selben Jahr "zurückerobern" und wird kreisfreie Stadt. Gleichzeitig wird sie Sitz des aus dem alten Oberamt hervorgegangenen Landkreises Ulm. Ende 1944 wird Ulm bei diversen Bombardierungen schwer getroffen, nach dem Großangriff am 17. Dezember 1944 sind 81% der Altstadt zerstört, das Münster jedoch bleibt - dank raschem Eingreifen des Luftschutzes - verschont. 

Und nach dem Krieg das selbe Bild wie überall: Wiederaufbau 

1951 wird das erste Industriegebiet besiedelt. 1953 beginnt die Geschichte der, inzwischen weltberühmten, Hochschule für Gestaltung (bis 1968). Eine Ingenieurschule beginnt 1960 ihren Lehrbetrieb, die 1972 in der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik aufgeht. Wenige Jahre zuvor, 1967, wird die Universität mit Klinikum gegründet. 

Am 1. Januar 1973 tritt die Kreisreform in Baden-Württemberg in Kraft. Ulm wird Sitz des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises, bleibt selbst aber kreisfrei. 1980 überschreitet Ulm die 100.000 Einwohner-Marke und wird somit Großstadt. Die Überwindung der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er Jahre lässt aus der Industriestadt zudem eine Dienstleistungs- und Wissenschaftsstadt werden, die, 1987 bei einer Einwohnerzahl von 104.000, stolze 84.000 Arbeitsplätze bieten kann. 

Vom 16. bis 20. Juni 2004 fand in Ulm der Deutsche Katholikentag statt. 

 
Quellen:
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel ULM aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 
 
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